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Nachtrag zur Wiederwahl eines Generalsekretärs

Wahlzettel

Wahlbeteiligung ca. 50%, Wahlergebnis: ca. 94,5% für den alten und neuen Generalsekretär.
Vor nicht all zu langer Zeit hätte man hinter vorgehaltener Hand geflüstert, so eine Wahl sei eine Farce.
Ein Kandidat, der sich seit zwanzig Jahren zur Wiederwahl stellt und zu 100 Prozent mit seiner Bestallung rechnen darf.
Kein Gegenkandidat, der sich in den Ring getraut hätte, kein Gegenentwurf, den es zu demontieren galt. Demokratie, jawohl, ganz in der Tradition der "Vorwendezeit" !
Ein Generalsekretär, der selbstverliebt und siegessicher, sein Politbüro fast vollständig hinter sich wissend unters Volk mischt, Hände schüttelt und Unterwürfigkeit erntet. Wachstum, Fortschritt, Arbeitsplätze und Straßenbau.
Der Staatsplan wurde erfüllt. Vom Generalsekretär lernen, heißt siegen lernen !
Die Formel ist einfach, wie sollte es anders sein, lokalpolitische Auseinandersetzungen, sofern sie überhaupt stattfanden, wurden auf eine Art und Weise, auf einem Niveau geführt, wie es vor 30 Jahren üblich war. Die Partei, die Partei hat immer Recht.
Manipulation, Verleumdung und Ausgrenzung von anders Denkenden auf der einen Seite, Privilegien und Bevorteilung von Parteigenossen und Mitläufern auf der anderen Seite. Das komplette Spektrum, das jeder erbärmlichen Machtpolitik zur Verfügung steht.
In Punkto Ausgrenzung und Diffamierung brauchte es nicht viel.
Dem Generalsekretär und seinem Politbüro reichte schon, wenn man Lesebrille trägt oder Kulturveranstaltungen besucht, geschweige denn, man will ein paar Straßenbäume nachpflanzen.
Ruhm und Ehre der Arbeiterklasse und den Genossen vom Politbüro!
„Nachwendemenue“ à la Gerold Mann.

September 2012, Unverschämtheit, lächerlich, ausgerechnet ein "Grüner" wagt sich aus der Deckung, ein Aussenseiter, ein Zugezogener, für Eingeborene dürfte er nur durch eine schäbige Verleumdungskampagne ein Begriff geworden sein.
Ehrlich gesagt, ich persönlich hatte mit drei Prozent für den Ketzer gerechnet.
Ungefähr drei Prozent, weil es damals, vor dreißig Jahren, oder in den Dreißiger Jahren auch nicht mehr waren, die nicht oder dagegen gestimmt, die nicht im Bierdunst gejohlt und stramm standen, wenn sich die Bonzen feiern ließen.

Zugegeben, das es aus dem Stand, ohne Kampagne Fünf Prozent geworden sind, hat mich selbst überrascht. Wobei ich glaube, dass es dabei nicht Mal um die Person Vorrath ging.
Er ist alles andere als ein Politiker, er ist Krieger, ein Verletzter, einer dem Bonzen, egal welcher Couleur einfach zu wider sind, kein Wendehals kein charakterloses Arschloch, kein Schleimscheißer, der sich bei Mittelstandsbossen und Agrarkonzernen anbiedern oder verdrehen muss, weil er das Format nicht hat, aber dazu gehören will.
Einer von jenen Drei Prozent, die es wahrscheinlich immer gab, die sich widersetzt haben, von Volksgenossen verleumdet und ausgegrenzt wurden, die sich der Häme der saturierten Gartenzwerge sicher sein konnten und doch nicht eingeknickt sind.
Zu schämen braucht er sich jedenfalls nicht, ich auch nicht und die anderen Fünf Prozent.

Lindberg

Kommentare

Sachkompetenz

Lieber Lindberg-Blogger,
ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen, jedoch sichtlich irritiert, welche Themen und in welcher Sprache ich diese vorfinde!

Den jetzigen Klipphausener Bürgermeister (Parteilos!) mit der Partei und dem Politbüro zu vergleichen, ist schon eine Unverschämtheit, doch Vergleiche mit dem dritten Reich sind absolut deplatziert.

Vielleicht sollten Sie mal darüber nachdenken, warum Ihr "Lieblingsgrüner" nur 3 Stimmen aus seinem eigenen Dorf bekommen hat! Wer sich nicht ums Volk bemüht, kann sich auch nicht beklagen, dass ihn keiner wählt.

Im Linkselbischen Forum wünsche ich mir ein sachliches Herangehen an WIRKLICHE Probleme - sonst würde ich mir wünschen, dass Sie Ihre Kampagne der Behauptung und Verleumdung unter einem anderen Namen führen!



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